Starbucks Aktie im Update: Gründer Schultz arbeitet am Turnaround

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Jonathan Neuscheler
Als Gründer von Abilitato schildere ich dir auf diesem Blog meinen persönlichen Weg des langfristigen Vermögensaufbaus mit Aktien. Entdecke gemeinsam mit mir unterbewertete Aktien, um Stück für Stück freier und unabhängiger zu werden. Bei der Aktienauswahl bevorzuge ich als Value-Investor Aktien, deren Marktkapitalisierung durch werthaltiges Eigenkapital oder einen planbaren Cashflow abgesichert ist. Mehr von Jonathan Neuscheler >
Starbucks Gründer Howard Schultz ist zurück. Sein Turnaround Plan steht. Er legt sofort los. Wird Starbucks wertvoller als je zuvor? Alle Neuigkeiten jetzt in unserem Update zur Starbucks Aktie.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht zur Starbucks Aktie

Kurs je Aktie77 USD
KGV 2022e/23e28,1/21,7
Div.-Rendite 2022e/23e2,6 %/2,8 %
FCF-Rendite 2022e/23e3,4 %/4,3 %
ISINUS8552441094

Geschäftsmodell

Starbucks ist die größte Kaffeehauskette der Welt. Das Unternehmen betreibt über 34.000 Stores, in denen hochwertige Kaffeeprodukte von Mitarbeitern frisch zubereitet werden. Zudem bietet das Unternehmen Snacks an.

Investitionsthese

Das Unternehmen ist die mit Abstand dominierende Marke im wachsenden Kaffeemarkt. Trotz der bereits erreichten Größe bieten sich Starbucks auf Jahre hinaus hohe Wachstumsschancen. Markenstärke, Gewinnmarge und Kapitalverzinsung sind hervorragend.

Neben dem Betrieb der Stores wächst Starbucks im Geschäft mit abgepackten Produkten (Kaffeegetränke im Kühlregal, Kaffeepackungen für zuhause) mit 25 % im Umsatz – und das bei einer operativen Gewinnmarge von mehr als 40 %!

Die ohnehin schon hohe Cashgenerierung könnte in 10 Jahren daher nochmals erheblich höher ausfallen.

Wichtige KPIs zur operativen Entwicklung

Umsatzwachstum auf bestehender Fläche

Der Umsatz auf bestehender Fläche ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 7 % gewachsen. Im wichtigen US-Markt lag das Wachstum sogar bei 12 %.

Im chinesischen Markt ist der Umsatz auf bestehender Fläche aufgrund der dort verhängten Lockdowns dagegen um 23 % gesunken.

Operative Gewinnmarge

Die operative Gewinnmarge ist binnen eines Jahres von 14,8 % auf nur noch 12,4 % zurückgegangen. Starbucks hat mit hohen Kostensteigerungen zu kämpfen, gleichzeitig blieben die Kunden im chinesischen Markt aus.

Das Unternehmen steuert mit einer Reihe von Preiserhöhungen und produktivitätssteigernden Maßnahmen dagegen. Gründer Schultz zeigt sich zuversichtlich, dass die Gewinnmarge mittelfristig auf ein neues Rekordniveau klettern kann.

Zahl der Mitglieder im Kundenprogramm

Mittlerweile zählt Starbucks in den USA 26,7 Mio. Mitglieder im Kundenprogramm. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Anstieg von 17 %. Mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes wird über das Kundenprogramm erwirtschaftet.

Starbucks bleibt weiterhin führend in der Digitalisierung des Geschäfts.

Erkenntnisse aus den Quartalszahlen und dem Management Call

Gründer Howard Schultz ist zurück

Der Kurs der Starbucks Aktie hat 2022 heftig nachgegeben. Das Unternehmen befindet sich wieder einmal in einer Krise. Starbucks Gründer Howard Schultz hat reagiert. Er ist im April 2022 zum dritten Mal in seiner Karriere als CEO zurückgekehrt.

Diesmal möchte er jedoch nur für kurze Zeit bleiben, bereits im Herbst soll ein neuer CEO vorgestellt werden. Bis zum ersten Quartal 2023 soll dieser von Schultz persönlich eingearbeitet werden. Das Management hofft, dieses Mal eine langfristige Lösung zu finden.

Starbucks wird neu ausgerichtet

Kaum im Amt, legt Schultz mit voller Kraft los. Er arbeitet an Initiativen, um die Produktivität in den Stores zu erhöhen. Neue Maschinen werden angeschafft und die Mitarbeiter werden besser geschult. Die Kunden sollen noch individuellere Getränke bestellen können. Gleichzeitig wird das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter verbessert. So soll die Zahl der Kündigungen gesenkt werden.

Mit einem ähnlichen Maßnahmenpaket hat Schultz Starbucks schon einmal aus der Krise geführt.

Das Aktienrückkaufprogramm wurde mit sofortiger Wirkung gestoppt

Das verbessert die Bilanz des Unternehmens. Schultz sagte im Management Call, dass Aktienrückkäufe eine Rendite von vielleicht 10 % pro Jahr einbringen. Wenn anstelle der Rückkäufe noch mehr Stores eröffnet werden, würde Starbucks auf das dort investierte Kapital eine Verzinsung von über 50 % erzielen können.

Starbucks muss die Löhne noch stärker als gedacht erhöhen

Vor einigen Monaten hat Starbucks Lohnerhöhungen von 17 % in 18 Monaten angekündigt. Doch immer noch hat das Unternehmen mit der Knappheit an Mitarbeitern und hohen Kündigungsquoten zu kämpfen.

Daher wird nun nochmals nachgelegt: Über die bereits vereinbarten 17 % Lohnsteigerung hinaus wird es weitere Lohnerhöhungen geben. Zudem arbeitet Starbucks an einer Möglichkeit, auch bei digitalen Bestellungen Trinkgeld zu geben. Last but not least entwickelt das Unternehmen ein neues „Profit-Sharing-Programm“, über das die Mitarbeiter stärker am Gewinn des Unternehmens beteiligt werden.

Enorm hohe Nachfrage

Dem Management zufolge hat sich der Inflationsdruck zuletzt nochmals verstärkt. Daher erhöht Starbucks die Preise immer schneller. Trotz der Preiserhöhungen ist keine Abschwächung der Nachfrage zu erkennen. Als weiteres positives Zeichen wertet Schultz, dass die Kunden von Starbucks jünger werden.

FazitCheck bestanden

Die Starbucks Aktie ermöglicht es den Investoren, an den Wachstumschancen im globalen Kaffeegeschäft teilzuhaben. Das größte Risiko besteht wohl darin, dass es den US-Kunden zunehmend an Kaufkraft fehlt.

Gründer Howard Schultz hat Starbucks schon mehrmals zurück auf die Erfolgsspur gebracht. Der jüngste Management Call hat gezeigt, dass Schultz sofort zur Sache geht. Er baut Starbucks zu einem nachhaltigeren, digitaleren, produktiveren, wachstumsstärkeren und profitableren Unternehmen um. Er sagte im Call:

I understand what’s needed and I’m back to lead this transformation.

Ich weiß, was zu tun ist, und ich bin zurück, um diesen Weg zu gehen.

Starbucks Gründer und CEO Howard Schultz, Management Call, Mai 2022, Starbucks.

In den letzten 15 Jahren wurde Starbucks durchschnittlich mit einem KGV von 29 bewertet. Bezogen auf den 2023 erwarteten Gewinn, beträgt das KGV aktuell nur 21. Das entspricht einem deutlichen Bewertungsabschlag auf die historische Bewertung der Starbucks Aktie.

Da ich als Autor des Artikels dem Gründer den erneuten Turnaround zutraue, kann ich mir einen baldigen Einstieg in die Starbucks Aktie gut vorstellen. Rechnet man den Aktienkurs von 75 USD zu einem EUR/USD-Tauschverhältnis von 1,25 um, ergibt sich ein Einstiegsbereich von 60 EUR.

In dieser Region herrscht eine Kaufkraftparität zwischen den beiden Währungen. Ich sehe den EUR aktuell als unterbewertet an und kann mir vorstellen, dass sich der Wechselkurs in den nächsten Jahren diesem Bereich annähert.

Um mich vor eventuellen Wechselkursverlusten zu schützen, rechne ich die Einstiegskurse in USD daher stets zu diesem fiktiven Wechselkurs um. Diese Maßnahme ist eine reine Vorsichtsmaßnahme und erhöht die Sicherheitsmarge beim Investieren.

Alle unsere Artikel zur Starbucks Aktie

Recherchequellen

Dieser Abschnitt ist für alle, die auf eigene Faust weiter recherchieren möchten. Hier folgt eine Auflistung der wichtigsten Recherchequellen:

RecherchequelleWas ist dort zu finden?
AbilitatoStarbucks Aktienanalyse
Aktienfinder.netGrafiken und Kennzahlen zur fundamentalen Entwicklung 
Marketscreener.comAnalystenschätzungen zur künftigen Entwicklung
TIKR.comGrafiken und Kennzahlen zur fundamentalen Entwicklung
StarbucksQuartalszahlen Q1/2022
StarbucksTranskript zum Q1/2022 Management Call

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Kommentare zu diesem Blogbeitrag

2 Kommentare

  1. Guten Abend,
    vielen Dank für die ganzen Updates.

    Eine Frage noch zu deinem Wechsekursfaktor. Dieser ist mir schon in der Analyse zu Starbucks aufgefallen aber in keiner anderen. Wendest du diesen grundsätzlich auf alle amerikanischen Werte an oder ist Starbucks speziell, da zB bei Dominos nicht explizit erwähnt?
    Darf ich auch noch fragen, an was du die Unterbewertung des Euro festmachst?

    Nochmals vielen Dank für eure Mühe und die tolle Arbeit.

    Grüße
    Marc

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